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Liquids selbst mischen: Grundlagen, Mischverhältnis & Fehler vermeiden (mit Liquid-Rechner)

Liquids selbst mischen: Grundlagen, Mischverhältnis & Fehler vermeiden (mit Liquid-Rechner)

Geschätze Lesezeit: 8 Minuten
Paulina
05.01.2026

Liquids selbst zu mischen, ist reizvoll: Sie bestimmen, wie intensiv ein Aroma wirkt, ob Ihr Liquid eher „weich“ oder klar schmeckt und wie sich das Dampfgefühl im Alltag anfühlt. Gleichzeitig passieren die häufigsten Fehler nicht aus Unachtsamkeit, sondern weil einige Grundlogiken beim Mischen schnell unterschätzt werden – vor allem bei der Mischung von VG und PG, der Dosierung der Aromen und dem Rechnen.

Dieser Guide erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Liquids sicher mischen, welche Stellschrauben wirklich relevant sind und wie Sie typische DIY-Pannen zuverlässig vermeiden. Als zentrale Ressource nutzen Sie dabei den Liquid-Rechner, damit am Ende nicht das Kopfrechnen entscheidet, sondern ein sauberes Ergebnis.

Liquids selbst mischen - Auf einen Blick

Beim Mischen von Liquids kombinieren Sie eine Basis aus VG/PG mit Aroma und, falls gewünscht, mit Nikotinkomponenten (z. B. Shots). Das Verhältnis von VG zu PG hat vor allem Einfluss auf die Konsistenz und Alltagstauglichkeit im System. Die häufigsten Geschmacksprobleme entstehen durch zu viel Aroma oder eine zu kurze Reifezeit. Rechenfehler sind besonders häufig – deshalb lohnt sich die Verwendung eines Liquid-Rechners als Sicherheitsnetz.

Was bedeutet „Liquid selbst mischen“ – und woraus besteht ein DIY-Liquid?

Ein DIY-Liquid besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten. Der erste ist die Basis, also die Trägerflüssigkeit. Sie setzt sich aus VG (Vegetable Glycerin) und PG (Propylenglycol) zusammen. Der zweite Baustein ist das Aroma, das für den Geschmack sorgt. Der dritte Baustein ist optional und betrifft die Nikotinstärke (Nikotinsalz Liquid), die je nach Vorliebe über passende Komponenten eingestellt wird.

Erfahren Sie, was Nikotinsalz-Liquids sind und welche Unterschiede es zwischen den Nikotinstärken gibt

Wichtig ist: Beim Selbstmischen geht es nicht darum, es möglichst kompliziert zu machen, sondern um Kontrolle. Diese Kontrolle beginnt mit zwei Fragen: Was soll Ihr Liquid im Alltag leisten und in welchem System soll es zuverlässig funktionieren? Denn ein Mischverhältnis kann auf dem Papier perfekt wirken, in der Praxis aber dennoch nicht optimal laufen, wenn Konsistenz und Nachfluss nicht zusammenpassen.

Wenn Sie sich Basen und passende Komponenten ansehen möchten, finden Sie eine Übersicht in der Kategorie Liquid.

Für die Geschmackswelt ist die Kategorie Aroma eine gute Orientierung

VG/PG verstehen: Was die Basis im Alltag verändert

VG und PG sind keine „Marketingbegriffe“, sondern entscheidende Faktoren, die das Verhalten Ihres Liquids – besonders in Pods und Tanks – beeinflussen. Dabei ist die wichtigste Perspektive nicht die Chemie, sondern der Alltag: Wie flüssig ist das Liquid? Wie sauber kommt es im Verdampfer wieder heraus? Wie klar wirkt das Aroma?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Ein höherer VG-Anteil macht ein Liquid dickflüssiger und oft „weicher“ im Gefühl, während ein höherer PG-Anteil das Liquid dünnflüssiger macht und Aromen häufig klarer trägt. Was „besser“ ist, hängt weniger von einem Idealwert ab, sondern davon, welches System Sie nutzen und welchen Geschmack Sie bevorzugen.

VG/PG verstehen-Überischt Tabelle
VG/PG – Wirkung im Alltag

Die Wahrnehmung ist dabei immer subjektiv. Außerdem spielt das Setup eine Rolle: Ein Liquid, das in einem Tank problemlos läuft, kann in einem Pod-System zu zäh sein – und umgekehrt. Deshalb lohnt es sich, die Wahl der Basis immer im Zusammenspiel mit dem System zu betrachten.

Aroma dosieren: Warum „mehr“ selten besser schmeckt

Einer der häufigsten DIY-Irrtümer ist die Vorstellung, dass mehr Aroma automatisch zu mehr Geschmack führt. In der Praxis kippt ein Liquid bei Überdosierung oft in eine Richtung, die viele als „parfümiert“, „chemisch“ oder schlicht unausgewogen beschreiben. Das liegt nicht daran, dass ein Aroma „schlecht“ ist, sondern daran, dass Aromakomponenten nur innerhalb eines bestimmten Bereichs harmonisch wirken.

Deshalb gilt die Grundregel: Orientieren Sie sich an den Dosierempfehlungen des jeweiligen Aromas und geben Sie Ihrem Liquid Zeit, sich geschmacklich zu stabilisieren. Wenn Sie zu früh nachjustieren, verstärken Sie häufig das Problem, statt es zu lösen.

So rechnen Sie Mischverhältnisse sicher – ohne Kopfrechnen

Das Rechnen ist der Punkt, an dem viele Mischungen „kippen“, obwohl die Grundidee stimmt. Dabei geht es weniger um komplizierte Mathematik als um eine saubere Reihenfolge. Bevor Sie überhaupt mit dem Rechnen beginnen, legen Sie vier Dinge fest: die Zielmenge, das VG/PG-Verhältnis, die Aroma-Prozent und – falls relevant – das Nikotin-Ziel.

Dann folgt eine einfache Logik. Das Aroma ist ein prozentualer Anteil der Gesamtmenge. Alles, was nach Aroma und eventueller Nikotinkomponente übrig bleibt, ist die Basis aus VG/PG. Wenn Sie bei diesen Schritten mit Rundungsfehlern oder Umrechnungen kämpfen, kann das Ergebnis ein Liquid sein, das am Ende zu dünn, zu dick oder geschmacklich unausgewogen ist.

Genau dafür ist ein Rechner sinnvoll, denn er nimmt Ihnen die Fehlerquelle „Kopfrechnen“ ab und sorgt dafür, dass Sie Ihre Zielwerte reproduzierbar treffen.

Nutzen Sie dafür den Liquid-Rechner als zentrale Ressource

Der wichtigste Unterschied zwischen „einmal irgendwie gemischt“ und „kontrolliert gemischt“ im Alltag ist, dass Sie ein Setup später nachbauen und gezielt anpassen können, ohne jedes Mal bei null zu beginnen.

Reifezeit: Warum Ihr Liquid oft erst nach Tagen „rund“ schmeckt

Gerade bei DIY-Liquids ist es normal, dass der Geschmack direkt nach dem Mischen noch nicht dem entspricht, was Sie nach ein paar Tagen wahrnehmen. Viele Aromen entfalten sich nicht sofort, sondern benötigen Zeit, um sich in der Basis zu „setzen“ und im Gesamtprofil stimmig zu werden.

Wie lange ein Liquid reifen sollte, hängt stark vom Aroma ab. Manche Profile wirken schnell stabil, während andere erst nach einigen Tagen oder etwas länger an Tiefe gewinnen. Entscheidend ist, dass Sie nicht vorschnell überdosieren, nur weil Ihnen der Geschmack am ersten Tag noch nicht perfekt erscheint. Oft ist Geduld die beste Lösung.

Typische Fehler beim Mischen – und wie Sie sie korrigieren

DIY wird oft erst dann frustrierend, wenn man nicht weiß, warum ein Liquid nicht so schmeckt oder funktioniert, wie man es sich vorstellt. Die gute Nachricht: Die meisten Probleme lassen sich klar zuordnen und können beim nächsten Mal vermieden werden.

eine übersichtstabelle mit typischen Fehlern und Lösungen beim Liquid-Mischen
Typische Fehler & Lösung beim Liquid-Mischen

Was Sie aus dieser Übersicht mitnehmen sollten: DIY-Probleme sind selten „mysteriös“. Meistens sind es Stellschrauben, die Sie beim nächsten Mal sauberer justieren müssen – oder die Sie im bestehenden Liquid mit Geduld (Reifezeit) und kleinen Anpassungen deutlich verbessern können.

Für wen DIY sinnvoll ist – und wann Startersets der bessere erste Schritt sind

Liquid selbst zu mischen, ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie Freude daran haben, ein Profil zu optimieren, und wenn Sie Ihre Basis so einstellen möchten, dass sie zu Ihrem Alltag und Ihrem System passt. Viele schätzen auch, dass man geschmacklich sehr fein arbeiten kann, wenn man die Grundlagen einmal verstanden hat.

Wenn Sie jedoch noch ganz am Anfang stehen und zunächst ein zuverlässiges Setup suchen, ist es oft sinnvoll, sich zunächst ein Systemverständnis anzueignen. Wie fühlt sich ein Pod-System an? Was passt zu Ihrem Zugverhalten? Welche Handhabung liegt Ihnen im Alltag? Genau dafür sind Startersets gut geeignet, da sie Ihnen ein funktionierendes Gesamtsetup bieten, bevor Sie sich in DIY-Details vertiefen.

Eine Übersicht über Startersets finden Sie hier: E-Zigaretten Startersets

FAQ: Liquids selbst mischen

Wie fange ich mit dem Selbstmischen von Liquid an?

Starten Sie mit einer klaren Zielmenge und einem Basisverhältnis (VG/PG), das zu Ihrem System passt. Wählen Sie anschließend ein Aroma und dosieren Sie es im empfohlenen Rahmen. Für die Berechnung der Anteile ist ein Liquid-Rechner die sicherste Methode.

Was bedeuten VG und PG und warum sind sie wichtig?

VG und PG bestimmen die Konsistenz und das Verhalten des Liquids im Verdampfer. Mehr VG macht das Liquid dickflüssiger und wirkt oft weicher, während mehr PG das Liquid dünnflüssiger macht und das Aroma häufig klarer trägt. Entscheidend ist, dass das Verhältnis zu Ihrem System passt.

Wie viel Aroma braucht ein Liquid?

Das hängt vom Aroma ab. Aromen unterscheiden sich stark in Konzentration und Wirkung. Orientieren Sie sich deshalb an Dosierempfehlungen und tasten Sie sich vorsichtig heran, statt direkt stark zu überdosieren.

Warum schmeckt mein Liquid nach dem Mischen anders als erwartet?

Häufig liegt es an der Reifezeit oder der Dosierung. Viele Liquids werden erst nach einigen Tagen runder. Wenn der Geschmack „chemisch“ wirkt, ist das Aroma oft zu hoch dosiert.

Wie lange muss ein Liquid reifen?

Das ist abhängig vom Aroma. Einige Profile wirken schnell stabil, während andere sich über mehrere Tage entfalten. Wenn Sie unsicher sind, geben Sie dem Liquid Zeit, bevor Sie nachjustieren.

Warum ist mein Liquid zu dick oder zu dünn?

Das hängt meist am VG/PG-Verhältnis. Ein zu dickes Liquid kann zu Nachflussproblemen führen, ein zu dünnes Liquid fühlt sich in manchen Setups weniger „voll“ an. Passen Sie das Verhältnis daher an Ihr System an.

Wie berechne ich das Mischverhältnis ohne Rechenfehler?

Legen Sie zunächst die Zielmenge, das VG/PG-Verhältnis, den Aroma-Anteil und gegebenenfalls die Zielwerte fest. Nutzen Sie dann einen Liquid-Rechner, um die Anteile exakt berechnen zu lassen.

Welche Fehler treten beim Mischen am häufigsten auf?

Überdosiertes Aroma, zu kurze Reifezeit und Rechenfehler sind die Klassiker. Auch ein VG/PG-Verhältnis, das nicht zum System passt, führt häufig zu Problemen.

Wie lagere ich selbst gemischte Liquids richtig?

Lagern Sie Liquids gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt. Achten Sie zusätzlich auf eine kindersichere Aufbewahrung, insbesondere wenn diese Nikotinkomponenten enthalten.

Fazit

Am einfachsten ist es, Liquids selbst zu mischen, wenn Sie zwei Dinge sauber beherrschen: die Basislogik von VG/PG und die korrekte Berechnung der Anteile. Dosieren Sie das Aroma am besten kontrolliert und geben Sie dem Liquid Zeit, sich geschmacklich zu entwickeln. Für alles, was Sie nicht dem Kopfrechnen überlassen möchten, ist der Liquid-Rechner die schnellste und sicherste Lösung.