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Zugtechnik: Wie dampft man eine E-Zigarette richtig?

Zugtechnik: Wie dampft man eine E-Zigarette richtig?

Geschätze Lesezeit: 8 Minuten
Paulina
23.02.2026

Viele Einsteiger erleben beim ersten Dampfen Unsicherheit: Sie husten, haben ein ungewohntes Zuggefühl oder fragen sich, ob sie alles richtig machen. In der Praxis liegt die Ursache jedoch meist nicht am Gerät, sondern an der Zugtechnik der E-Zigarette, denn diese unterscheidet sich deutlich von der einer Tabakzigarette. Wer eine E-Zigarette richtig nutzen möchte, muss deshalb verstehen, wie Verdampfung, Luftführung (Airflow) und Inhalation zusammenspielen. Dieser Ratgeber erklärt die beiden zentralen Zugtechniken MTL und DL, bietet eine klare Entscheidungshilfe, führt Schritt für Schritt durch die richtige Anwendung und löst typische Probleme wie Kratzen im Hals, Husten oder zu wenig Dampf – praxisnah und einsteigerfreundlich.

Warum die richtige Zugtechnik bei der E-Zigarette entscheidend ist

Unterschied zwischen Rauchen und Dampfen

Beim Rauchen entsteht Rauch durch Verbrennung. Beim Dampfen wird ein Aerosol durch Verdampfung erzeugt: Das Liquid wird im Verdampfer über die Coil erhitzt, während gleichzeitig Luft durch die Airflow-Führung strömt. Diese Mechanik reagiert empfindlicher auf Zugdauer, Zugstärke und Luftzufuhr als eine Tabakzigarette. Wer zu kurz, zu hart oder mit falscher Luftzufuhr zieht, erlebt daher schneller Reizungen, Spritzen oder ein „zu schwaches“ Dampferlebnis – obwohl das Gerät technisch einwandfrei ist.

Typische Anfängerfehler beim Dampfen

Die häufigsten Fehlanwendungen lassen sich auf wenige Muster reduzieren:

  • Ziehen wie an einer Tabakzigarette (kurz und kräftig) statt langsam und gleichmäßig

  • Unpassende Kombination aus Coil/Leistung/Airflow für die gewünschte Zugtechnik

  • Das Liquid passt nicht zum Gerät (z. B. sehr zähes High-VG-Liquid im Pod-System)

  • Nikotinstärke nicht abgestimmt (zu hoch bei falscher Zugtechnik, was zu Kratzen oder Husten führt)

Die zwei wichtigsten Zugtechniken beim Dampfen

MTL-Zugtechnik (Mouth-to-Lung oder Backendampfen)

Definition: Der Dampf wird zuerst in den Mund gezogen und anschließend in die Lunge inhaliert.

Für wen geeignet: Einsteiger und Umsteiger, die ein zigarettenähnliches Zuggefühl mit spürbarem Zugwiderstand bevorzugen.

Vorteile: Kontrolliertes Zugverhalten, meist geringerer Liquidverbrauch, häufig angenehmer bei höheren Nikotinstärken.


MTL wird besonders häufig mit Pod-Systemen und Nikotinsalz kombiniert, da diese Setups auf einen moderaten Luftzug, einen klaren Zugwiderstand und eine alltagstaugliche Dampfmenge ausgelegt sind.

DL-Zugtechnik (Direct-to-Lung oder Lungendampfen)

Definition: Der Dampf wird direkt in die Lunge inhaliert, ähnlich wie bei einem tiefen Atemzug

Für wen geeignet: Für Nutzer, die einen offeneren Zug, mehr Dampf und häufig eine intensivere Dampfentwicklung wünschen.

Geräte & Technik: DL ist typisch für leistungsstärkere Setups mit häufig Sub-Ohm-Technik (niedriger Widerstand, höhere Leistung), größerer Luftzufuhr und höherem Liquiddurchsatz.

Liquid-Bedarf: Tendenziell höherer Verbrauch, häufig passen High-VG- und Shortfill-Liquids besser zu DL-Setups.

Backendampfen oder Lunge?

Wenn Sie von Tabakzigaretten umsteigen, ist MTL in vielen Fällen der stabilere Einstieg: Der Zugwiderstand, die Dampfmenge und der Inhalationsablauf wirken vertrauter. DL ist dagegen sinnvoll, wenn Sie ein offenes Zuggefühl und mehr Dampf bevorzugen – und wenn Ihr Gerät dafür ausgelegt ist.

Vergleichstabelle der Zugtechniken bei E-Zigaretten: MTL (Mouth-to-Lung) vs. DL (Direct-to-Lung). Die Tabelle zeigt Inhalation, Zugdauer, Luftzufuhr, Zugwiderstand, typische Nikotinstärke, geeignete Geräte und Liquids für beide Zugmethoden.
MTL vs. DL: Alle Unterschiede der Zugtechnik E-Zigarette

E-Zigarette richtig ziehen

Gerät vorbereiten
Stellen Sie sicher, dass genügend Liquid vorhanden ist und der Verdampfer bzw. Pod korrekt eingesetzt ist. Bei neuen Coils beachten Sie bitte die Liquidaufnahme (Priming), bevor Sie das Gerät nutzen.

Langsam und gleichmäßig ziehen
Die wichtigste Regel für Einsteiger: Ziehen Sie ruhig und gleichmäßig, nicht ruckartig. Ein gleichmäßiger Luftzug stabilisiert Verdampfung, Nachfluss und Temperatur.

Dampf kurz im Mund halten (bei MTL)
Bei MTL sammeln Sie den Dampf zuerst im Mundraum. Das erleichtert die anschließende Inhalation und reduziert den Hustenreiz, der häufig durch eine zu direkte und zu schnelle Inhalation verursacht wird.

Inhalieren

  • MTL: Nach dem Mundzug sanft in die Lunge inhalieren.

  • DL: Ohne Zwischenstopp direkt tief inhalieren.

Ruhig ausatmen (optional über die Nase)
Aromen werden nicht nur über die Zunge, sondern zu einem großen Teil über die Riechschleimhaut wahrgenommen. Wenn Sie das Aerosol durch die Nase ausatmen, kann die Aromawahrnehmung intensiver sein. Sollte es dabei brennen oder reizen, ist das ein Signal, die Nikotinstärke, die Leistung oder die Zugintensität anzupassen.

MTL Zugtechnik Anleitung, So funktioniert die MTL Zugtechnik richtig Mundstück ansetzen, 2–4 Sekunden sanft ziehen, Dampf kurz im Mund sammeln, anschließend entspannt inhalieren, langsam ausatmen

Häufige Probleme bei falscher Zugtechnik

Hustenreiz

Ursachen: zu hart/zu schnell gezogen, zu hohe Nikotinstärke, zu warme Verdampfung (zu viel Leistung).

Lösungen: sanfter und länger ziehen, Leistung reduzieren, ggf. Nikotinstärke anpassen.

Kratzen im Hals

Ursachen: Nikotin zu hoch, Zug zu aggressiv, Gerät zu heiß eingestellt, Airflow unpassend.

Lösungen: ruhiger ziehen, Leistung senken, Airflow feinjustieren, passende Nikotinstärke bzw. passenden Liquidtyp wählen.

Zu wenig Dampf

Ursachen: Zug zu kurz, Leistung zu niedrig, Coil am Ende, Airflow (bei DL) zu geschlossen.

Lösungen: gleichmäßiger und länger ziehen, empfohlenen Leistungsbereich nutzen, Coil prüfen/wechseln, Airflow öffnen (DL).

Liquid spritzt (Spitback)

Ursachen: zu viel Liquid im Verdampferkopf (Flooding), Kondensat oder falsche Zugintensität zur Airflow.

Lösungen: Verdampfer reinigen, Zug weniger aggressiv, Leistung/Airflow passend einstellen.

Die richtige Zugtechnik ist abhängig vom Liquid

  • Nikotinsalz: Meist MTL, häufig in Pod-Systemen und MTL-Setups, da das Zugverhalten und die typischen Nikotinstärken dazu passen.

  • 50/50 Liquids: flexibel, oft sowohl für MTL als auch für restriktives DL geeignet – abhängig von Gerät und Coil.

  • High-VG: Meist DL, da dickflüssiger. Benötigt in der Regel mehr Leistung und einen offenen Airflow, damit Nachfluss und Verdampfung stabil bleiben.

Richtig dampfen beginnt mit der passenden Zugtechnik

Wenn Sie eine E-Zigarette richtig ziehen möchten, ist die Reihenfolge entscheidend: Zugtechnik wählen (MTL oder DL), Gerät passend einsetzen, Liquid sinnvoll abstimmen – und dann konsequent ruhig und gleichmäßig ziehen. So vermeiden Sie die typischen Einsteigerprobleme, reduzieren Fehlanwendung und finden schneller zu einem Zuggefühl, das im Alltag zuverlässig funktioniert.

FAQ: E-Zigarette richtig Dampfen

Was ist die beste Zugtechnik für Anfänger?

Für die meisten Einsteiger ist MTL (Backendampfen) der bessere Einstieg, da das Zuggefühl zigarettenähnlicher ist und sich leichter kontrollieren lässt.

Warum muss ich bei der E-Zigarette anders ziehen als bei einer Zigarette?

Weil beim Dampfen Verdampfung, Airflow und Liquidnachfluss einen ruhigen, gleichmäßigen Zug benötigen. Kurze, harte Züge führen häufiger zu Husten, Kratzen im Hals oder einer instabilen Verdampfung.

Kann man das Aerosol durch die Nase ausatmen?

Ja, das kann die Aromawahrnehmung verstärken. Wenn es zu Reizungen kommt, sollten Sie die Zugintensität, die Leistung oder die Nikotinstärke anpassen.

Welche Zugtechnik wird bei Nikotinsalz verwendet?

In der Praxis meist MTL, häufig in Kombination mit Pod-Systemen.